November 2019

Heimspiel #6

Nicht das beste Spiel der Saison, aber der schönste Sieg. Ein 5:1 gegen die Bayern ist ein Freudenfest. Tolle Tore, sehr schön herausgespielt und abgeschlossen. Für mich wieder herausragend: Bas Dost. Erfreulich gut: Abraham. Weiter im Aufwärtsmodus: Kostic. Zuverlässig: Sow und Fernandes. Erneut eine gute Mannschaftsleitung: kein Ausfall. Wenn es Schwächen gab, waren es gemeinsame „Böckchen“, die geschossen wurden, Fahrlässigkeiten. Und wenn wir schon am Meckern sind (sorry): In der ersten Halbzeit Rode ab und zu trantütig, DdC mit bekannten Schwächen. Wurden beide deutlich besser. Kamada gefällt mir zurzeit nicht. Die Bayern noch schwächer als gegen Bochum, aber ohne Dusel und ohne Boateng. In der Mannschaft passt es nicht. Bereitet uns aber keine Sorgen.

 

November 2019

Fundstück: 1978

… Fünftausend Journalisten aus aller Welt, ein hochmodernes Presse- und Fernsehzentrum, makellose Stadien, neue Flughäfen: ein Modell beispielhafter Effizienz. (…) Die Bilanzen waren Staatsgeheimnis. Es gab viele Millionen Dollar Verlust und viele Millionen Dollar Gewinn, wer weiß wie viele, niemals hat man es erfahren, doch in alle vier Winde wurde das Lächeln eines glücklichen Landes unter der Militärregierung verbreitet. Unterdessen setzten die hohen Offiziere, weil es ein Krieg war oder für alle Fälle, ihren Vernichtungsplan fort. Die „Endlösung“, der sie selbst diesen Namen gaben, mordete spurlos viele tausend Argentinier, wer weiß wie viele, niemals hat man es erfahren: Wer es herausfinden wollte, den verschluckte die Erde. Die Neugier war, genauso wie die andere Meinung, wie der Zweifel, ausreichender Beweis für Subversion. …

(Eduardo Galeano, El fútbol a sol y sombra, Montevideo/Madrid 1995; dt.: Der Ball ist rund und Tore lauern überall, Peter Hammer Verlag 1997)

 

Oktober 2019

Es kotzt mich an

Heil-Hitler-Gruß und rassistische Sprechgesänge bulgarischer Hools; wiederholtes militärisches Salutieren türkischer Nationalspieler, die ihren bombenden und mordenden Landsleuten eine gute Heimkehr wünschen; eine Chemnitzer Fanszene, die einen Rechtsradikalen feiert; der penetrante albanische Doppeladler-Gruß von Schweizer Kickern, die ihren Krieg noch einmal gewinnen wollen; nationale und internationale Fußballverbände, die um keine Beschwichtigung verlegen sind und vielleicht Pinke-Pinke-Strafen verhängen, aber nicht wirklich deutlich machen, wo die rote Linie verläuft.

 

Oktober 2019

Heimspiel #5

Ein sehr gutes Spiel der Eintracht, das beste in dieser Saison. Wollte man die 1. Halbzeit zwischenbilanzieren, müsste es heißen: Filip Kostic is back! Zu unser aller Vergnügen! Nicht zu halten, extrem spielfreudig und voller Einsatzwillen. Spätestens in der zweiten Halbzeit musste man ergänzen: Frederik Rönnow ist angekommen! Mit einer herausragenden, den verdienten 3:0-Sieg sichernden Leistung. Und am Ende des Spiels muss man Pacienca und Dost nicht nur als Torschützen erwähnen, das hervorragende Mittelfeld Sow, Rode und Fernandes loben, und man kann sich freuen, dass die Abwehr trotz zeitweise aufblitzender spielerischer Klasse der Leverkusener meist sattelfest und im Aufbauspiel deutlich verbessert war. Eine große Mannschaftsleistung und elf Spieler nahezu in Bestform.

 

Oktober 2019

Europacuuuup: Vitória G.

Schwaches Spiel, am Ende nicht unverdient gewonnen. Erfreulich – trotz aller kleinen Wackler – das Debüt von Rönnow und der Auftritt der beiden Youngster N’Dicka und Touré. Enttäuscht vom Mittelfeld und bis etwa zur 70. Minute wegen des schwachen Offensivspiels (Flachpässe und Flügelspiel). Bei Silva denke ich immer mal wieder: Toller Kicker, aber im falschen Spiel; da passt Vieles noch nicht. Hinteregger als Abwehrorganisator oder gar Ersatzlibero: völlig überfordert. Wundersam: Wir können Standards, zumindest den einen oder anderen Eckball. Fazit: Erstes Auswärtsspiel, 1:0 gewonnen, läuft.

 

September 2019

Europacuuuup: Arsenal

Ernüchternd. Lange Zeit gleichwertig, aber mit eklatanten Schwächen (offenen Baustellen), die seit Wochen bekannt sind: Abrahams Zeit läuft ab, Danny da Costa braucht ne Pause, schon mal um Hasebe-Ersatz für 2020 kümmern. Dazu: Sow mit vielen Abspielfehlern, und vorne kein Spielzug, der auf das Sturmpersonal abgestimmt ist; Dost und Silva unter Niveau. Bester Mann: Trapp. Bis zur Doppelkarte gut: Kohr. Fazit: Gegen Arsenal kann man verlieren. Gegen dieses Arsenal aber nicht 0:3. Hier die kommenden Termine: Vitória G. (A 2.10., H 12.12.), Standard Lüttich (H 24.10., A 7.11.), Arsenal (A 28.11.).

 

September 2019

Philipp's Bike Team, Margreiter, Zypernbike

Die drei Radreisenveranstalter, die ich in den vergangenen Jahren in Anspruch genommen habe und empfehlen kann:

1. Top: Philipp's Bike Team. Revier: Mallorca (und einige Fernfahrten auf dem Kontinent). Hauptstandorte sind Santa Ponca im Südwesten, seit zwei Jahren auch Puerto d'Alcudia (sowie Verleihstationen am Ballermann). Die  Touren – von der flachen Rollerstrecke übers Wellenreiten bis zur anspruchsvollen Buckeltour – decken nahezu die komplette Insel ab. Buchung (Hotel, Verpflegung, Leihrad, Service) auch ohne "Tour-Paket" möglich. Angenehme Atmosphäre, sehr gut organisiert. Schweizer Veranstalter,  also kein Schnäppchen. Mein alljährlicher Aufgalopp im März.

2. Platz: Margreiter. Busreisen (mit Anhänger, eigenes Rad mitbringen!) in die Alpenländer, Italien bis in  den tiefen Süden, Frankreich inklusive Korsika, Kroatien, Pyrenäen usw. usf. Viele Stammgäste, überwiegend ältere Semester (45-75 J.). Jede Tagestour/Etappe in zwei, drei "Leistungsgruppen", die sich aber eh unterwegs auflösen und neu zusammenfinden. Der Begleitbus nimmt jeden auf, der den heftigen 12%er oder die letzten 25 km nicht im Sattel absolvieren will. Äußerst angenehmer Teilnehmerkreis, sehr gute Betreuung und Unterbringung. Leider muss man nach Nussdorf am Inn anreisen, was für Nicht-Bayern in der Regel eine oder zwei zusätzliche Übernachtungen mit sich bringt.

3. Platz: Zypernbike. Kleiner Veranstalter aus dem Spessart, aber Pionier in Sachen Zypern-Radreisen. Hauptstandort: Südküste, nahe Larnaka. Mittlerweile ein breiteres Angebot an Touren und Etappenfahrten. Bietet sich wegen des stabilen Sonnenschein-Wetters vor allem im Frühjahr und Spätherbst an. Sehr zu empfehlen die Querung der Troodosgebirges (fast 2.000 m) und die Rund-um-die-Insel-Woche (inklusive Nordzypern). Kleine Gruppen (Foto), freundliche und professionelle Guides, unterwegs sehr gute Lokale für Mittagspausen. Aufgefrischt wurde mittlerweile das Buchungsprocedere via Internet.

 

September 2019

Fundstück: Unschlagbar

... Aber Du wirst zugeben, dass wir einen in den Annalen des Fußballs beispiellosen ruhmreichen Triumphzug feiern konnten. Die Jugendmannschaft von 1927-28

fegt den Football-Club Blidéen nach fünf, sechs Jahren von der Tabellenspitze und nahm ihm mit siebzehn Siegen und einem Unentschieden in achtzehn Partien die Führung ab ... Die Junioren enttrohnten 1928-29 auch die Association sportive de Saint-Eugène und sicherten uns mit achtzehn Siegen in achtzehn Spielen den Titel.   (aus: Abel Paul Pitous, Mon cher Albert – Fußball war unsere Leidenschaft (Ein Brief an Albert Camus), Arche 2014/2018)

 

Oktober 2019

Heimspiel #4

Ein unnötiger Elfmeter dämpfte am Ende die Stimmung. Ein 2:2, das Werder eigentlich nicht verdient hatte und die Eintracht um den verdienten Lohn für ein gutes Spiel und eine sehr gute zweite Halbzeit brachte. Erstmals in der Saison überzeugten die Adlerträger auch spielerisch – und das trotz der am Ende müden Beine. Aus meiner Sicht herausragend: Rode und Sow im Mittelfeld, sowohl defensiv wie auch fast fehlerlos in der Offensivbewegung und Spieleröffnung. Sehr gut Rönnow, mit Abstrichen Hasebe. Unter all den anderen gab es diesmal keinen erwähnenswerten Schwachpunkt. Dost habe ich vermisst.

 

September 2019

Heimspiel #3

Und erneut hat Bost den Unterschied gemacht. Mit seiner späten Einwechslung  gewann das Offensivspiel der Eintracht an Tempo und Druck. Das 2:2 durch Kamada/Delaney war die verdiente Belohnung im Kampfspiel gegen den insgesamt besseren BVB. Positiv, neben der Willensstärke, war vor allem, dass Touré und Durm aufliefen und so die zuletzt löchrige rechte Seite (Abraham und da Costa) dichter und nach vorne gefährlicher machten. Sow und Silva zeigten phasenweise, was sie können. Für mich ein Problem, das hoffentlich schnell wieder vom Tisch ist: Kostic erinnert an Rebic zum Ende der vergangenen Saison.

 

September 2019

Heimspiel #2

Bas Dost machte den Unterschied beim 2:1 . Zumindest den zwischen der ersten und zweiten Halbzeit gegen die robust auftretende Fortuna aus Düsseldorf. Der Eintracht-Neuling hat nicht nur getroffen, sondern auch andere mitgerissen. Zum Beispiel Pacienca, der sich in den ersten 45 Minuten zwar mühte, aber ohne Erfolg, dann jedoch ein vielversprechendes Sturmduo mit Dost bildete. Insgesamt: Trapp und Hasebe souverän, Kamada mit guten Dribblings und Passversuchen, doch ohne Abschlussglück. Gacinovic nach der Einwechslung deutlich besser als in den Spielen zuvor, Kohr solide. Abrahams Zeit läuft unerbittlich ab.

 

September 2019

Heimspiel #1

Kein leichtes Spiel gegen umgebaute Hoffenheimer. Wieder mal ein Beweis dafür, dass Ballbesitz alleine nix aussagt. Die Gäste konnten im letzten Drittel des Spielfelds wenig damit anfangen.

Wir haben wie gewohnt gepresst, wenn auch nicht so aggressiv und so weit vorne wie in der vergangenen Saison. Hohe Zweikampfbereitschaft im Mittelfeld, Abwehr stand meist sicher. Das 1:0 war verdient – und das eine Tor rund 90 Minuten zu verteidigen bzw. offensiv zu sichern, war eine Leistung. Bin zufrieden.

Ausgewählte Einzelkritik: Sehr gut Kostic und sofort (nach der Einwechslung) Rode, mit Abstrichen auch Hasebe. Halb und halb: wie immer Gacinovic, auch Rebic und Fernandes. Enttäuschend: Pacienca nach seiner Einwechs-lung (sah lustlos aus).

 

September 2019

Europacuuuup

Ein Kampfspiel, ein dreckiges. RC Strasbourg war die letzte Hürde, die wir nach einem 0:1 im Hinspiel nehmen mussten, um mindestens weitere sechs Europapokalnächte erleben zu dürfen. Eine saustarke Mannschaftsleistung (ein ergänzendes kleines Plus oder Minus für einzelne Spieler ist in diesem Fall unangebracht), eine wie immer sensationelle Kulisse und ein sichtlich überfordertes Schiri-Gespann. Am Ende 3:0 für die Eintracht. Jetzt geht's in den nächsten Monaten wieder nach England und Portugal, dazu Belgien.

Wir sind dabei. Solche Touren – wie die nach Mailand (Foto) in der vergangenen Saison – vergisst man nicht. Die wegen ihrer Umstände und Begleiterscheinungen eher beschissene Nacht in Rom leider ebenfalls nicht. Hoffen wir also das Beste. 

Hier die Termine: Arsenal (H 19.9., A 28.11.), Vitória G. (A 2.10., H 12.12.), Standard Lüttich (H 24.10., A 7.11.).